06.12.2020 – Feuerwehren unterstützen bei COVID-19 Massentests

© BFK Waidhofen an der Thaya / Stefan MayerDie Niederösterreichischen Feuerwehren wurden zur Unterstützung bei den geplanten COVID-19 Massentest am 12. und 13. Dezember 2020 in der Bevölkerung angefordert. Rund 6.000 Feuerwehrleute übernehmen dabei die Verteilung von Schutzausrüstung und den Testkits. Vom NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrum aus werden fast 1.500 Teststraßen beliefert.

 

Seitdem die Anforderung am vergangenen Donnerstag von der NÖ Landesregierung bei der Feuerwehr eingelangt ist, laufen die Planungsarbeiten auf Hochtouren. Sowohl auf Landesebene, als auch auf Bezirksebene wurden die Einsatzstäbe der Feuerwehren hochgefahren, um diese logistische Mammutaufgabe zu bewältigen. Am Samstagvormittag wurden die ersten Paletten mit Schutzausrüstung im NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrum angeliefert. Für jeden Bezirk in Niederösterreich wurden – gemäß der Einmeldung aus den Gemeinden – die Kartons mit Schutzanzügen, Desinfektionsmittel, Schutzbrillen und Schutzmasken zusammengestellt.

Bereits am Samstagnachmittag transportierte die Feuerwehr Waidhofen/Thaya im Rahmen des Katastrophenhilfsdienstes (KHD) die gesamte Schutzausrüstung für alle Gemeinden im Bezirk nach Waidhofen an der Thaya ins Feuerwehrhaus. Von dort aus werden alle 18 Teststraßen im Bezirk beliefert.

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Bezirksführungsstab koordiniert Verteilung der Schutzausrüstung und der Tests

Seit Freitag (04.12.2020) ist der Bezirksführungsstab Waidhofen an der Thaya aktiv, um die logistische Verteilung des gesamten Testmaterials für die 15 Gemeinden im Bezirk zu planen. Immerhin wurden 30.200 Menschen (inkl. Einwohner mit Nebenwohnsitz) im Bezirk zum Antigen-Schnelltest eingeladen.

Am Sonntagvormittag trafen sich das Bezirksfeuerwehrkommando mit den Sachgebietsleitern des Führungsstabes im Feuerwehrhaus Waidhofen und legten die Vorgangsweise zur Verteilung an die Gemeinden fest. Bevor jedoch die Arbeiten beginnen konnten, wurden alle beteiligten Mitglieder mittels eines Antigen-Schnelltests auf eine mögliche SARS-CoV-2 Infektion getestet.

Am Montagvormittag erfolgte die Auslieferung der Schutzausrüstung. Eine Feuerwehr aus jeder Gemeinde holte die Kartons vom Feuerwehrhaus Waidhofen/Thaya ab und brachte diese in die jeweilige Teststraße der Gemeinde. Im Laufe der Woche werden die Testkits vom Bund an die Feuerwehr ausgeliefert. Sobald diese im Bezirk Waidhofen an der Thaya eintreffen, werden sie so rasch wie möglich an die Gemeinden ausgeliefert.

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Bereitschaftskommandant Thomas Arthaber (links) und Bezirksfeuerwehrkommandant Manfred Damberger vor der Auslieferung der Schutzausrüstung im Feuerwehrhaus Waidhofen an der Thaya

 

 

Feuerwehrkräfte unterstützen die Gemeinden bei der Testabwicklung

Für die Abwicklung der Massentests sind die Gemeinden zuständig und verantwortlich. Zusätzlich zum logistischen Auftrag unterstützen rund 150 Feuerwehrleute die Gemeinden bei der Abwicklung der Tests. Die Aufgaben erstrecken sich dabei von administrativen Tätigkeiten bei der Anmeldung und der Ergebnisauswertung bis hin zu Ordnerdiensten im Vorfeld der Teststraßen. Sollte in einer Teststraße die Schutzausrüstung oder die Testkits knapp werden oder ein freiwilliger Helfer ausfallen, steht dafür in jeder Teststraße ein Feuerwehrmitglied mit einem Behördenfunkgerät bereit, um sofort Nachschub zu organisieren.

 

Update 14.12.2020:

COVID-19 Massentest erfolgreich abgewickelt

Am Wochenende (12. und 13. Dezember 2020) konnten die Feuerwehren alle Anforderungen und Aufträge erfolgreich abarbeiten. In den 18 Teststraßen im Bezirk Waidhofen an der Thaya waren am Wochenende 196 Feuerwehrmitglieder aus 45 Feuerwehren eingesetzt. Zusätzlich standen weitere 63 Mitglieder für die Logistik und Versorgung sowie im Bezirksführungsstab im Einsatz.

Die Abwicklung der Massentests funktionierte ohne nennenswerte Vorkommnisse. Vereinzelt erfolgten Samstagabend Nachlieferungen von Schutzausrüstung an die Teststraßen. Da die Teststraßen in den Gemeinden Pfaffenschlag und Waidhofen an der Thaya nur am Samstag geöffnet waren, konnte die dort übrig gebliebene Schutzausrüstung an andere Gemeinden verteilt werden und es musste kein Material von Tulln nachgeliefert werden.

Die übrig gebliebenen Testkits in den Teststraßen wurden durch die Feuerwehren am Sonntagabend wieder ins Feuerwehrhaus Waidhofen gebracht. Am Montagvormittag erfolgte durch die Feuerwehr Dobersberg der Rücktransport ins NÖ Feuerwehr- und Sicherheitszentrum nach Tulln.

 

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Das „Logistikteam“ koordinierte die Transportaufträge von Tulln nach Waidhofen an der Thaya und die Auslieferungen zu den Teststraßen in die Gemeinden des Bezirkes. Auch die Materialnachlieferungen zu den Teststraßen konnte rasch abgewickelt werden.