Feuerwehren im Dauereinsatz: 34 Feuerwehren gefordert
Eine äußerst arbeitsreiche Woche liegt hinter den Feuerwehren des Bezirks Waidhofen an der Thaya. In 13 der 15 Gemeinden des Bezirks mussten Feuerwehrleute zu insgesamt 22 Einsätzen ausrücken. Insgesamt wurden 34 Feuerwehren mit rund 360 Mitgliedern zu Bränden, technischen Hilfeleistungen und Versorgungseinsätzen alarmiert.
Vegetationsbrände in drei Gemeinden
Vor allem die sommerlichen Wetterbedingungen forderten die Feuerwehren mehrfach: Gleich mehrere Vegetationsbrände in Rappolz (Gemeinde Waldkirchen an der Thaya), Windigsteig und Blumau an der Wild (Gemeinde Ludweis-Aigen) beschäftigten die Einsatzkräfte und machten ein rasches Eingreifen erforderlich, um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern.
Der größte Einsatz der vergangenen Tage waren die Brände an Bahndämmen, die von einem Zug auf der Franz-Josefs-Bahn ausgelöst wurde. An mehreren Stellen in den Gemeinden Windigsteig und Ludweis-Aigen brannten neben der Bahnstrecke die Böschungen, ausgelöst durch Funkenflug (>>> Bericht vom 30. Juli 2026)

Stromausfall nach Brand im Umspannwerk Waidhofen an der Thaya
Noch während der Löscharbeiten in Blumau ereignete sich in der Bezirkshauptstadt ein Brand im Umspannwerk. Bereits bei der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung wahrnehmen. Eine defekte Stromleitung lag am Boden und hatte am Gelände des Umspannwerkes die Grünfläche in Brand gesetzt. Die Mitglieder verhinderten zuerst eine Brandausbreitung außerhalb der Anlage. Nachdem der Strom abgeschaltet wurde, konnten sie den Brand vollständig löschen. Der Brand führte zu einem größeren Stromausfall im Bezirk Waidhofen. (>>> Bericht der FF Waidhofen/Thaya)
Feldbrand in Rappolz
Bereits einen Tag zuvor mussten in der Gemeinde Waldkirchen an der Thaya vier Feuerwehren ausrücken. In Rappolz kam es bei Erntearbeiten zu einem Funkenflug, welcher einen Feldbrand auslöste. Das Feuer breitete sich in kurzer Zeit auf dem abgeernteten Feld aus. Rund 500m² standen beim Eintreffen der ersten Löschmannschaften in Flammen. Den Feuerwehrleuten gelang es rechtzeitig den Brand zu löschen, bevor sich dieser auf ein weiteres Feld und auf den angrenzenden Wald ausbreiten konnte. Unterstützung kam auch von Landwirten, die mit Vakuumfässern Löschwasser zur Einsatzstelle brachten und mit einer Scheibenegge die Brandausbreitung stoppten.

Kellerbrand in Großtaxen
Ein Defekt an einem Wäschetrockner verursachte in Großtaxen (Gemeinde Kautzen) einen Kellerbrand. Sieben Feuerwehren rückten aus. Im Zuge der Erkundung wurde festgestellt, dass der Wäschetrockner im Keller, der kurz zuvor eingeschaltet worden war, in Flammen stand. Durch den schnellen Löschangriff konnte der Brand rasch gelöscht und ein Übergreifen auf weitere Gebäudeteile verhindert werden.
Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde jedoch das gesamte Wohnhaus in Mitleidenschaft gezogen. Der Rauch breitete sich bis in den ersten Stock aus, wodurch das Gebäude vorerst nicht bewohnbar war.


Fotos: © FF Kautzen
Wasserversorgungen, Unfälle und Schadstoffeinsatz
In Raabs an der Thaya musste die Feuerwehr eine 600 Meter lange Ölspur beseitigen, nachdem eine landwirtschaftliche Maschine einen Defekt hatte.
Einen weiteren Schadstoffeinsatz gab es auf einem Supermarktparkplatz in Waidhofen an der Thaya, nachdem aus einem PKW Öl ausgetreten war. Auch hier stand die Feuerwehr im Einsatz.
In Matzles und Waidhofen kam es vergangene Woche zu zwei Unfällen, bei dem eine Lenkerin verletzt wurde. Die Feuerwehr Vitis stand bei einem Unfall in Schwarzenau im Einsatz.
Aufgrund der Trockenheit kam es in den Gemeinden Thaya, Waidhofen an der Thaya und Pfaffenschlag zu Wasserversorgungen.
620 Einsatzstunden geleistet
Zu all diesen Einsätzen rückten in Summe 360 Mitglieder von 34 Feuerwehren aus. Die große Bandbreite der Einsätze zeigt eindrucksvoll die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehren und ihre unverzichtbare Rolle für die Sicherheit der Bevölkerung.

