27.08.2017 – Einsatzreiches Wochenende endet mit heftigem Unwetter

© BFK Waidhofen a. d. Thaya / Stefan MayerSeit dem Wochenende kam es im Bezirk Waidhofen an der Thaya zu mehreren Einsätzen für die Feuerwehren. Drei Verkehrsunfälle mit fünf Verletzten, ein gefährlicher Brandeinsatz und eine heftige Unwetterzelle, die in der Gemeinde Vitis großen Schaden verursachte, beschäftigten die Einsatzkräfte.

 

 

PKW kracht frontal gegen Baum, zwei Verletzte

Am Freitag kam es kurz nach Mittag zu einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 8122 zwischen Schlader (Gemeinde Karlstein) und Thaya. Ein 17-jähriger Lehrling aus der Gemeinde Vitis fuhr mit dem PKW seines Vaters von Schlader kommend Richtung Thaya. Dabei kam er – nach eigenen Angaben – wegen Unachtsamkeit in das rechte Straßenbankett und überfuhr einen Straßenleitpflock. In weiterer Folge stürzte das Fahrzeug über eine 2 Meter hohe Böschung und prallte gegen einen Fichtenbaum. Der PKW kam auf der Beifahrerseite liegend zum Stillstand. Der Lenker und sein 17-jähriger Beifahrer konnten das Fahrzeug selbstständig über die linke Hintertüre verlassen. Beide Insassen wurden verletzt und vom Rettungsdienst ins Krankenhaus Waidhofen an der Thaya gebracht. Die Feuerwehren Schlader und Karlstein führten die Fahrzeugbergung durch. >>> Bericht der FF Karlstein

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Fahrzeugkollision auf der B5 fordert einen Verletzten

Samstagfrüh kollidierten zwei Fahrzeuge auf der Bundesstraße 5 bei Vestenpoppen (Gemeinde Waidhofen an der Thaya – Land). Ein 89-jähriger Pensionist lenkte seinen PKW auf einem Begleitweg der B5 und wollte in diese einbiegen. Er hielt sein Fahrzeug kurz an und bog anschließend in die B5 ein. Dabei dürfte er den PKW eines 47-jährigen, welcher von Waidhofen in Richtung Lichtenberg unterwegs war, übersehen haben. Der 47-jährige versuchte noch auszuweichen, konnte einen Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Er stieß mit der rechten Fahrzeugfront gegen die Fahrertür des PKW des 89-jährigen. Beide Fahrzeuge – es entstand jeweils Totalschaden – kamen auf der Fahrbahn zum Stillstand. Der 89-jährige wurde bei den Zusamenstoß verletzt und ins Krankenhaus Waidhofen an der Thaya gebracht. Der 47-jährige blieb unverletzt. Die Fahrzeugbergung wurde von den Feuerwehren Vestenpoppen-Wohlfahrts und Waidhofen/Thaya durchgeführt. >>> Bericht der FF Waidhofen/Thaya

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Zwei Verletzte nach Mopedunfall in Groß Siegharts

Samstagnachmittag folgte ein weiterer Verkehrsunfall nach einem Überholmanöver in Groß Siegharts. Eine 56-jährige Frau aus dem Bezirk Horn fuhr mit ihrem PKW auf der Waidhofner Straße Stadtauswärts Richtung Dietmanns. Sie wollte das vor ihr fahrende Moped, gelenkt von einem 15-jährigen Lehrling, überholen. Als die 56-jährige Frau auf gleicher Höhe mit dem Moped war, bog der Mopedfahrer plötzlich nach links ab und es kam zum Zusammenstoß. Der Lenker und sein 18-jähriger Beifahrer stürzten auf die Fahrbahn und wurden leicht verletzt ins Krankenhaus Waidhofen an der Thaya gebracht. Die Lenkerin des PKW blieb unverletzt. Die Feuerwehr Groß-Siegharts-Stadt musste aus dem Moped ausgeflossene Betriebsmittel binden. An den beiden Unfallfahrzeugen entstand leichter Sachschaden. >>> Bericht der FF Groß-Siegharts-Stadt

 

Gefährlicher Thujenbrand in Waidhofen an der Thaya

Am Samstagabend gab es Brandalarm in einer Reihenhausanlage in Waidhofen an der Thaya. Nach einer Grillfeier im Garten einer Familie wurde ein Papiersack auf die heißen Grillkohlen gelegt. Die dabei entstandenen Flammen schlugen über den Abzug des Grillers hinaus und setzten eine angrenzende Thujenhecke in Brand. Der Besitzer reagierte rasch und begann mit mehreren Feuerlöschern und einem Gartenschlauch das Feuer zu löschen. Zeitgleich wurde der Feuerwehrnotruf gewählt. Die Feuerwehren Waidhofen/Thaya und Alt-Waidhofen konnten ein Übergreifen auf die Wohnhausanlage verhindern. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. >>> Bericht der FF Waidhofen/Thaya

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Heftige Unwetterzelle verursachte in der Gemeinde Vitis schwere Schäden

Am Sonntagnachmittag zogen mehrere Gewitterzellen über den Bezirk Waidhofen an der Thaya. Mit voller Wucht traf ein kurzes, aber heftiges Unwetter gegen 16:00 Uhr die Gemeinde Vitis. Hagelkörner mit einer Größe von bis zu 4,5 cm, starker Sturm und große Niederschlagsmengen führten in den Ortschaften Großrupprechts, Kleinschönau, Warnungs und Vitis zu schweren Schäden. Die Feuerwehr Großrupprechts wurde zu einem Sturmschaden an einem Wohnhaus gerufen. Das Dach des Wohngebäudes wurde renoviert und befand sich kurz vor der Dachdeckung. Die Hagelkörner – teilweise so groß wie ein Golfball – zerstörten die am Dach aufgebrachte Isolierfolie. Das Wasser drang somit in die Dachkontruktion ein und floß bis in die Wohnräume. Die Feuerwehr organisierte gemeinsam mit den Dorfbewohnern alle verfügbaren Abdeckplanen in der Ortschaft und sie konnten das Dach nach rund 3,5 Stunden provisorisch abdecken. In Kleinschönau und Warnungs (beide Gemeinde Vitis) sorgte der starke Sturm für zahlreiche umgestürzte Bäume. Die Landesstraße zwischen Kleinschönau und Süßenbach war für einige Zeit unpassierbar. Die umgestürzten Bäume wurden von den Einsatzkräften der Feuerwehr Kleinschönau entfernt. Anschließend wurde mit dem Teleskoplader – dieser steht seit einem Jahr für Unwetter- und Katastropheneinsätze zur Verfügung – der Feuerwehr Heinreichs die Landesstraße gereinigt. Am schlimmsten dürfte es den Ort Vitis getroffen haben. Hier hat der Hagel an Wohngebäuden und Fahrzeugen enormen Schaden angerichtet. An einem Wohnhaus wurden durch den Hagelschlag mehrere Fensterscheiben zerstört. An den Fahrzeugen sind ebenfalls Glasschäden entstanden sowie die Dächer und Motorhauben durch den Hagel beschädigt worden. Mit welcher Wucht der Sturm über Vitis gezogen ist, lässt sich an den zerstörten Ziegelständern am Lagerhausgelände in Vitis erkennen. Diese wurden einige Meter veschoben bevor sie umgestürzt und auf die Straße geweht wurden. Verletzt wurde zum Glück niemand. Am Sonntagabend standen die Feuerwehren Großrupprechts, Kleinschönau, Vitis und Heinreichs mit insgesamt 29 Mitgliedern im Einsatz.

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