Eisstoßgefahr an der Thaya

Die Niederösterreichische Landesregierung weist aktuell auf eine mögliche Eisstoßgefahr an eisführenden Gewässern hin. Besonders an der Thaya wird um verstärkte Beobachtung gebeten.

Ein Eisstoß entsteht, wenn sich Eismassen nach längerer Frostperiode bei raschem Temperaturanstieg in Bewegung setzen und sich an Brücken, Wehren oder Engstellen anstauen. Der dadurch blockierte Abfluss kann innerhalb kürzester Zeit zu einem starken Wasseranstieg und Überflutungen führen.

Erhöhte Gefahr besteht, wenn

  • nach längerer Kälte plötzlich mildes Wetter einsetzt
  • Schneeschmelze und Niederschläge zusammenkommen
  • Wasserstände rasch und ohne erkennbare Ursache steigen

Worauf ist zu achten?

  • Eisbildung oder Veränderungen an Engstellen und Wehren
  • Anstauungen, insbesondere an bekannten Problemstellen
  • bewegliche Eisschollen oder laute Eisgeräusche
  • Pegelanstiege ohne Niederschlag

Rückblick: Eisstoß 2017 in Vestenpoppen

Wie ernst diese Gefahr ist, zeigte ein Eisstoß im Jahr 2017 in Vestenpoppen (Gemeinde Waidhofen an der Thaya-Land). Nach wochenlangem Frost brach das Eis der Thaya infolge milderen Wetters auf und staute sich an einer Brücke. Das Wasser trat über die Ufer, überflutete die Landesstraße und machte umfangreiche Einsatzmaßnahmen der Feuerwehren erforderlich.

Wichtig

Das Naturschauspiel ist selten, aber unberechenbar. Frühzeitige Beobachtung, Meldung von Auffälligkeiten und abgestimmtes Handeln sind entscheidend.
⚠️ Eisflächen nicht betreten!
⚠️ Bei Veränderungen wie z.B. plötzlicher Pegelanstieg oder hörbare Eisgeräusche FEUERWEHR über den Notruf 122 verständigen.