Wahlfinale – ein Blick auf Persönlichkeiten und Zahlen
Am Sonntag geht es in das „Wahlfinale“ im Bezirk Waidhofen an der Thaya. 220 wahlberechtigte Feuerwehrkommandanten und deren Stellvertreter wählen die Funktionäre auf Bezirks-, Abschnitts- und Unterabschnittsebene.
Bevor dieser entscheidende Wahlgang stattfindet, richten wir nochmals den Blick auf herausragende Persönlichkeiten sowie interessante Daten über den Feuerwehrbezirk.
Über 30 Jahre führende Funktionäre im Feuerwehrdienst
Mehr als drei Jahrzehnte durchgehend in führender Position – das bedeutet nicht nur unzählige Einsätze, Übungen und Besprechungen. Es bedeutet auch, sich mindestens sechsmal einer Wahl gestellt zu haben. Sechsmal Vertrauen bekommen. Sechsmal bestätigt worden. Stets erfolgreich, immer verlässlich. Das ist alles andere als selbstverständlich.
Diese langjährige Tätigkeit konnte nur funktionieren, weil Kameradschaft in der Feuerwehr nicht nur ein Wort ist, sondern gelebt wird – im Einsatz genauso wie im Alltag.
Sie konnte aber auch nur funktionieren, weil die Familien im Hintergrund Ja gesagt haben. Ja zu einer verantwortungsvollen Aufgabe, die rund um die Uhr Präsenz verlangt.
Und nicht zuletzt, weil auch der Beruf die nötigen Freiräume geboten hat, um dieses außergewöhnliche Engagement tragen zu können.
Wiederwahl nach 35 Jahren im Kommando
Zwei Kommandanten gelten aktuell als längst dienende Funktionäre. Günther Dangl von der FF Jarolden ist seit 1996 Kommandant und wurde im Jänner erneut in diese Funktion gewählt.
Ebenfalls in seiner Funktion bestätigt wurde Reinhard Bauer von der FF Oberndorf-Weikertschlag. Er ist seit 2006 Kommandant der Feuerwehr und war davor 10 Jahre lang Stellvertreter.
Beide Führungskräfte starten somit in ihre 7. Funktionsperiode. Sie wurden sieben mal gewählt, sieben mal das Vertrauen der Mannschaft bekommen!

Die jüngsten Feuerwehrfunktionäre bei den Feuerwehren
Die Wahlen brachten in vielen Feuerwehren einen Generationenwechsel mit sich. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Führungsnachwuchs: 165 der 330 Mitglieder in den Feuerwehrkommanden sind jünger als 40 Jahre. Damit stellen junge Mitglieder 50 % aller Führungskräfte im Bezirk. Zudem gibt es 14 Frauen in Kommandofunktionen – ein deutliches Zeichen für zunehmende Diversität in leitenden Positionen.
Die drei jüngsten Funktionäre kommen aus dem Abschnitt Raabs. Johannes Gruber von der FF Mostbach ist mit 23 Jahren der jüngste Feuerwehrkommandant im Bezirk. Der Landwirt und Mechaniker wurde im Jänner erstmals ins Kommando gewählt.
Mit 20 Jahren ist David Braunsteiner von der FF Mostbach der jüngste Stellvertreter. Gemeinsam mit seinem Kommandanten führt der KFZ-Mechaniker das neue Kommando der FF Mostbach.
Der jüngste Leiter des Verwaltungsdienstes kommt von der FF Ellends. Der 23-jährige Sebastian Zecha hat im Jänner diese Funktion übernommen, davor war er bereits zwei Jahre lang Stellvertreter des Leiters des Verwaltungsdienstes. Zecha ist hauptberuflich als Rettungssanitäter beim Roten Kreuz Allentsteig tätig.

Jüngste Feuerwehr
Die Feuerwehr Schuppertholz (Gemeinde Dobersberg) ist die jüngste Feuerwehr im Bezirk. Die Mitglieder haben ein Durchschnittsalter von 42,2 Jahren. Dahinter folgen mit 42,5 bzw. 42,8 die Feuerwehren Kleinschönau (Gemeinde Vitis) und Rafings-Rafingsberg (Gemeinde Windigsteig).
Unter Berücksichtigung der Feuerwehrjugend ist mit 37,2 Jahre die Feuerwehr Vitis die Jüngste, dahinter Groß-Siegharts-Stadt mit 38,1 und Waidhofen/Thaya mit 40,2.
In 81 % der Feuerwehren sind Frauen aktiv
Der Frauenanteil in den Feuerwehren des Bezirks beträgt insgesamt 9 %, wobei in 89 von 110 Feuerwehren weibliche Mitglieder vertreten sind. Den höchsten Anteil weist die FF Luden mit 30 % auf.

In den Kommanden liegt der Frauenanteil bei 4 %, was zeigt, dass hier weiterhin Potenzial für eine breitere Beteiligung besteht.
Die Zahlen verdeutlichen: Die Feuerwehren im Bezirk Waidhofen an der Thaya sind auf einem guten Weg, sowohl junge als auch weibliche Mitglieder stärker einzubinden. Engagement und Verantwortungsbewusstsein ziehen sich durch alle Altersgruppen – eine wichtige Grundlage für die Zukunft der Einsatzorganisationen.

